Die Gründung
Am 2. September 1949 beschlossen der Oberbergische Kreis und 14 Kommunen die Gründung der OVAG. Die nahm im September 1949 den Betrieb mit vier Kraftomnibussen auf.
Geplant war der Zusammenschluss aller kommunalen oberbergischen Verkehrsunter-nehmen. Dieser Schritt ließ sich aber erst 1951 durch die Einbringung der Kleinbahn Engels-kirchen - Marienheide (1897), der Eisenbahn Bielstein - Waldbröl (1915) und der Gummers-bacher Kleinbahnen (1915) mit ihren Ver- kehrszweigen Straßenbahnen, Güterbahn, O-Bus und Diesel-Bus verwirklichen.
Betriebliche Umgestaltung
Bereits 1949 war der Personenverkehr auf der Leppetal-Bahn eingestellt worden. Der Eisen-bahnverkehr hatte sich aufgrund der hohen Kriegsschäden und der überalterten Betriebe als nicht mehr wirtschaftlich erwiesen.
1953 folgte die Einstellung des Straßenbahn-betriebes und 1957 die Einstellung des Personenverkehrs auf der Homburger Bahn. In Gummersbach übernahm zunächst der O-Bus die Leistungen der Straßenbahn. Ansonsten übernahmen Busse den Personenverkehr.
Auch der Güterverkehr auf der Eisenbahn verlor nach und nach seine Rentabilität - zu stark war die Konkurrenz durch Lastkraft- wagen geworden. So wurde der Schienen- güterverkehr Zug um Zug zurückgenommen. Eine neu gegründete Speditionsgesellschaft übernahm ab 1957 die Kundenbetreuung.
Neue Geschäftsfelder
Die Altlast des Schienenverkehrs und die damit verbundenen Kosten drohten die OVAG zu erdrücken. Dank eines Finanzzuschusses durch Kreis und Stadt Gummersbach konnte Anfang der 60er Jahre ein modernes Busunternehmen aufgebaut werden. 1962 wurde daraufhin der O-Busverkehr durch Dieselbusse ersetzt.
Zwischen 1966 und 1974 wurde mittels einer eigens gegründeten Gesellschaft neben dem traditionellen Linienverkehr ein intensiver Reiseverkehr angeboten. Nachdem sich ein dauerhafter Geschäftserfolg aber nicht einstellte, wurde die Reisefirma verkauft.
Neuordnung der Verkehrsgesellschaft
Im Rahmen einer Neuordnung wurden zwei Ziele anvisiert: Die Schaffung eines eigenen Verkehrsnetzes mit abgestimmten Fahr- plänen und einheitlichem Fahrpreissystem sowie die Verknüpfung mit anderen Verkehrsbetrieben.
Das eigene Verkehrsnetz mit abgestimmten Fahrplänen und einheitlichem Fahrpreis- system zwischen Bahn und Bus erreichte die OVAG sehr schnell, jedoch gab es für die Kunden noch keine Verknüpfung mit den anderen Verkehrsbetrieben.
Dies wurde in zwei Schritten 1969 und 1972 erreicht. Durch Gründung der Verkehrsge- meinschaft Oberberg, eines Zusammen- schlusses der OVAG und der Busdienste von Bundesbahn und Bundespost, wurde ein oberbergisches Verkehrsnetz mit Umsteige- möglichkeiten und einheitlichem Fahraus- weis geschaffen. Sie wurde 1978 zur Verkehrsgemeinschaft Bergisches Land erweitert.
Vergrößerung des Bedienungsgebietes
Dank neuer öffentlicher Finanzierung in den 70er Jahren entwickelte sich die wirtschaft- liche Seite der OVAG sehr gut. Verkehrlich profitierte das Unternehmen von der neuen Verkehrsgemeinschaft.
Durch die Kreisneugliederung kam es 1977 zu einer Ausdehnung des Verkehrsgebietes und zu einem Neubau des Betriebshofes in Wipperfürth. Die Modernisierung der Anla- gen auf dem Betriebsgelände in Nieder- sessmar wurde ebenfalls Ende der 70er Jahre durchgeführt.
Die OVAG im Verbund - heute
Mit Gründung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) erfolgte eine weitere Harmonisierung der Verkehrsträger in der Region Köln-Bonn. Der VRS verzeichnete sehr schnell Erfolge. Dafür sorgte unter anderem ein neuer attraktiver Tarif und die Einbeziehung der DB-Nahverkehrszüge.
Die moderne OVAG fühlt sich auch heute noch den alten Zielsetzungen von 1949 verbunden: Den Bürgern einheitliche Fahrscheintarife und ein abgestimmtes Fahrplanangebot in der Region anzubieten. Das Buch über die Geschichte der OVAG gibt es für 5 Euro zuzüglich Porto bei uns. Nutzen Sie das Kontaktformular.






